Felix Klausmann schrammt bei der Eliminator-WM als Vierter knapp an einer Medaille vorbei

Hausacher Sprint-Ass im Finale durch Kettenklemmer ausgebremst

Graz war Austragungsort der Weltmeisterschaften im Eliminator Sprint. Der Kurs in der Landeshauptstadt der Steiermark, gespickt mit zahlreichen Hindernissen und einem langen Schlussanstieg auf der Zielgeraden, forderte den Weltklassesprintern einiges ab. Felix Klausmann (SC Hausach / Team Tekfor Schmidt BikeShop) kurbelte souverän ins Finale. Dort ließ ein Kettenklemmer alle Medaillenträume platzen und das Hausacher Sprint-Ass schrammte als Vierte knapp an einer WM-Medaille vorbei.
Nach seinen starken Ergebnissen in den letzten Weltcup-Rennen wusste Klausmann, dass an einem guten Tag auch der Einzug ins WM-Finale möglich ist. Voll motiviert legte der Fischerbacher schon in der Qualifikation die viertschnellste Zeit aufs Pflaster. „Auch im Achtelfinale konnte ich das Feld vom Start weg souverän kontrollieren und nach zwei Runden als Sieger sicher ins Viertelfinale einziehen“, berichtet Klausmann. Im Viertelfinale setzte sich Klausmann ebenfalls nach einem furiosen Start an die Spitze des Feldes. Da sein Vorsprung auf der Zielgraden sehr groß war, nahm er das Tempo heraus, um Körner für das Halbfinale zu sparen und qualifizierte sich hinter dem Schweden Edvin Lindt fürs Halbfinale. Dort musste sich der 24-jährige Fischerbacher mit Ex-Weltmeister Daniel Federspiel (Österreich) und dem Weltcupführenden Simon Gegenheimer (Deutschland) auseinandersetzen. „Nach dem Start fand ich mich auch wieder an der Spitze. Doch Ausgangs der ersten Runde fiel ich auf Platz 3 zurück. In Runde 2 konnte ich mich jedoch nach vorne kämpfen und mit nur 1 Hundertstelsekunde Rückstand hinter Simon Gegenheimer als Zweiter ins Finale einziehen.“ Doch ausgerechnet im Finallauf war Klausmann vom Pech verfolgt. Aufgrund eines Kettenklemmers rutschte das Hausacher MTB-Ass aus dem Pedal und fand sich am Ende des Feldes. Trotz eines furiosen Aufholmanövers fehlte am Ende eine halbe Radlänge zur WM-Medaille. „Mit Simon Gegenheimer wurde zwar ein Deutscher Weltmeister und ich freue mich über meine beste Platzierung bei einer WM. Doch wenn du so knapp an einer Medaille dran bist oder gar Weltmeister hättest werden können, bin ich doch etwas enttäuscht“ hadert Klausmann mit seinem Schicksal. Vater und Trainer Alfred Klausmann ist stolz über die Leistung seines Sohnes: „Wenn man bedenkt, dass 10 Profis und ein Olympiasieger von Tokio am Start waren, ist die Leistung von Felix nicht hoch genug einzuordnen. Mit einem 8 Stunden-Arbeitstag, parallel dazu das Fernstudium Mechatronik und die Ausbildung zum Lehrlingsausbilder lassen Felix kaum Zeit so intensiv wie seine Mitkonkurrenten zu trainieren. Felix hat unter diesen Voraussetzungen eine sensationelle Leistung abgeliefert.“