Clarissa Mai fährt auch beim „Bergkaiser“ im Kühtai aufs Podest

Steinacher MTB-Ass überrascht auf der Straße die Konkurrenz

Hunderte von Teilnehmern waren beim international besetzten „Bergkaiser“, einem anspruchsvollen Bergrennen von Innsbruck ins 2020 m hochgelegen Kühtai, am Start. Die Steinacher MTB-Spezialistin Clarissa Mai (SC Hausach / Team Tekfor Schmidt Bike Shop) zeigte, dass sie auch auf dem Rennrad mit den besten Straßenfahrerinnen konkurrieren kann. Auf der 36 km langen und mit 1400 Hm gespickten Strecke musste sie sich nur der Österreicherin Anna Plattner geschlagen geben und fuhr nach 1:24,11 h als Zweite erneut aufs Siegerpodest.
Es waren zwar nur 36 km aber 1400 Hm, die es für die Fahrer und Fahrerinnen des „Bergkaiser“ zu überwinden galt und ihnen einiges abverlangte. Der Startschuss fiel um 9 Uhr vor dem Landestheater in Innsbruck. Auf den ersten 10 km war das Rennen neutralisiert und die Teilnehmenden konnten auf ihren Rennrädern im ebenen Inntal noch einrollen. Danach ging es straff aufwärts in Sellraintal, durch Gries, St. Sigmund und Haggen bis hinauf nach Kühtai auf gut 2000 Metern Meereshöhe. Mai konnte sich auf dem 5%-igen Anstieg ins Sellraintal im Windschatten des Männerfeldes mitfahren. „Doch ich wusste, dass auf den verbleibenden 24 km noch satte Anstiege auf mich warten. So nahm ich etwas Tempo heraus und fuhr meinen eigenen Rhythmus.“ In einer Flachpassage wurde die 24-jährige Masterantin von der späteren Siegerin Anna Plattner überholt. Mai klemmte sich an ihr Hinterrad, dass sie aber nicht lange halten konnte. „Ich fuhr meinen eigenen Rhythmus und kam, je steiler es wurde, immer besser in Tritt“, so Mai. Die MTB-Spezialistin konnte auf den letzten 7 km nochmals eine extra Portion Energie auf die Pedale geben, überholte eine Männergruppe und verkürzte den Abstand auf Plattner. „Leider hatte ich auf dem letzten Teilstück keine Gruppe mehr und musste alleine gegen den Wind und die 15%-ige Steigung ankämpfen.“ An Plattner kam sie nicht mehr ganz heran, fuhr aber als Zweite mit einem Vorsprung von über 12 min. auf die österreichische Kaderfahrerin Jana Gigele (Bundesliga Radteam Tirol) auf dem 2020 m hohen Kühtai ins Ziel. Die Leistung der Steinacherin bei ihrem Ausflug ins Straßenlager fand bei der Konkurrenz große Beachtung, zumal Mai die österreichische Staatsmeisterin Simone Vuljaj, die im gleichen Jahr als Mai deutsche MTB-Meisterin bei den Juniorinnen geworden ist österreichische Meisterin auf der Straße wurde, um 24 min. distanzieren und der Italienerin Andreea Lucaci (Livorno) gar 30 min. abnehmen konnte.