Clarissa Mai bei Tiroler Bergmeisterschaften erfolgreich

Steinacher MTB-Ass durchbricht im Zillertal österreichische Phalanx

Zell im Zillertal war Austragungsort des 18. Zillertaler Bergrennens, das in diesem Jahr auch als Tiroler Bergmeisterschaft ausgetragen wurde. Da aufgrund der Corona-Pandemie bisher nur wenige Radrennen durchgeführt werden durften, waren auch einige österreichische Profi-Radteams am Start. Das Steinacher MTB-Ass Clarissa Mai (SC Hausach / Team Tekfor Schmidt BikeShop), das z.Zt. studienbedingt in Innsbruck ihren Wohnsitz hat und deshalb für diese Meisterschaften startberichtigt war, präsentierte sich in starker Verfassung, durchbrach die österreichische Phalanx und erkämpfte sich die Bronzemedaille.

Die zwar „nur“ 8,5 km lange, aber mit 650 Hm gespickte Strecke von der Neuen Mittelschule Zell bis hinauf zum Gasthof Enzianhof in Gerolsberg hatte es in sich. Schon nach der neutralisierten Startphase „klatschte“ dem über 100-köpfigen Starterfeld eine  „500 m lange Wand“ mit 20% Steigung ins Gesicht, ehe die dann folgenden  Streckenabschnitte mit 10 – 15 % Steigung „moderater“ wurden. Die Steinacherin Clarissa Mai (SC Hausach / Team Tekfor Schmidt BikeShop), für die es das erste Rennen in dieser Saison war und die auf dem Rennrad noch wenig Rennerfahrung hat, entschied sich zunächst für einen verhaltenen Rennbeginn. „Da ich nicht wusste, wo ich aktuell stehe, rollte ich zunächst im Feld mit“, erklärte Mai ihre Rennstrategie. In der Mitte des Rennens kam das Steinacher MTB-Ass immer besser ins Rollen und fuhr auf die beiden Führenden Gabriela Erharter (Radteam Tirol) und die mehrfache Arlberg-Giro-Siegerin Daniela Pintarella-Traxl auf. „Dann machte ich mangels Erfahrung auf dem Rennrad jedoch einen taktischen Fehler. Anstatt mich von den beiden ziehen zu lassen, zog ich vorbei und setzte mich an die Spitze. Dieser Angriff kam jedoch zu früh.“ Auf der 1 km langen und abschüssigen Zielgeraden fingen die beiden österreichischen Kaderfahrerinnen die Kinzigtälerin noch ab und die Schwarzwälder Bergziege musste sich im Zielsprint knapp den beiden Tiroler Alpen Gämsen geschlagen geben. „Platz 3 bei dieser hochkarätig besetzten Bergmeisterschaft gibt mir aber die Bestätigung, dass meine Form stimmt“, zeigte sich die Masterstudentin der Uni Innsbruck  nach ihrem starken Bergritt zufrieden und stellte abschließend mit einem Lächeln fest: „Gegen diese Alpengipfel sind unsere Schwarzwälder Trainingsberge wie Heidburg, Kniebise oder Schönberg kleine Hügel“.