Klausmann sprintet in die Top-Ten Europas

Hausacher MTB-Asse Felix Klausmann und Stephan Mayer starteten bei der MTB–EM für Deutschland

Das Militärgelände am Monte Tamaro in der Nähe Luganos (Schweiz) war Austragungsort der diesjährigen MTB-Europameisterschaften. Vom SC Hausach / Team Tekfor Schmidt BikeShop vertraten der amtierende Deutsche Meister im Eliminator-Sprint Felix Klausmann und der U 19 Nationalfahrer Stephan Mayer die deutschen Farben. Der Fischerbacher Felix Klausmann kämpfte sich bis ins „Kleine Finale“ vor und war als Siebter bester Deutscher. Stephan Mayer konnte sich gegenüber dem WM-Rennen vergangenes Wochenende in Leongang-Saalfelden um 20 Plätze verbessern und erkämpfte sich einen guten 38. Platz.
Nachdem der mehrfache deutsche Meister im Eliminator-Sprint Uwe Gegenheimer schon in den Vorläufen ausgeschieden war, lag die Verantwortung für ein gutes deutsches Ergebnis auf den Schultern von Felix Klausmann (SC Hausach/Team Tekfor Schmidt BikeShop). Klausmann, der als guter Starter bekannt ist, konnte sich bis ins „Kleine Finale“ vorkämpfen. Dort stellte er aber fest: „Obwohl ich mich gut vorbereitet und in Form fühlte, fehlte mir schon am ersten Berg etwas die Spritzigkeit.“ Darüber hinaus setzte der amtierende Deutsche Meister eher auf einen defensiven Fahrstil: „Das Risiko, das manche in den schwierigen Abfahrten eingegangen sind, wollte ich auch nicht eingehen. Da war mir meine Gesundheit wichtiger.“ Am Ende belegte der Fischerbacher im kleinen Finalen den dritten und damit insgesamt den siebten Platz: „Damit bin ich eigentlich ganz zufrieden“, sagte er entspannt nach dem Rennen auf dem trockenen Kurs bei für Oktober durchaus angenehmen Bedingungen. Obwohl er am Monte Tamaro bester Deutscher war, will Klausmann auf einen Start bei den Weltmeisterschaften, die in einer Woche im belgischen Leuven ausgetragen werden sollen, verzichten: „Durch die ganzen Corona-Richtlinien mit Tests davor und danach und auch einer möglichen Quarantäne geht das nicht. Da müsste ich ja zwei Wochen Urlaub nehmen und dieses Jahr ist das einfach nicht machbar.“
Teamkamerad Stephan Mayer war auf der sehr anspruchsvollen Strecke bei den Junioren unterwegs. Da die Fahrer nach Weltcup-Punkten aufgestellt wurden, wurde Mayer im fast 80-köpfigen Starterfeld von Position 63 ins Rennen geschickt. Der technisch ausgelegte Kurs mit ständigen Tempowechseln, knackigen Anstiegen und anspruchsvollen Abfahrten lag dem Oberwolfacher. „Auf dem langen Startanstieg konnte ich zwar einige Plätze gewinnen, dennoch musste ich mich im ersten Trail weit hinten einreihen.  Die zwei ersten Runden sind gut verlaufen und ich konnte mich Stück für Stück nach vorne arbeiten. Aber ich habe das anstrengende WM-Rennen der letzten Woche noch gespürt und musste das Tempo herunterfahren. Erst in der letzten Runde fühlte ich mich wieder besser und konnte noch einmal aufs Tempo drücken.“ Am Ende belegte Mayer bei seiner ersten EM Rang 38. „Mit diesem Ergebnis bin ich zwar nicht super glücklich aber dennoch zufrieden“, zieht Mayer ein positives Fazit in seinem ersten Juniorenjahr.