Mayer im Matsch machtlos

Hausacher MTB-Ass bei den Weltmeisterschaften in Saalfelden-Leogang im Matsch ausgebremst

Stephan Mayer (SC Hausach / Team Tekfor Schmidt BikeShop) wurde vom Bund Deutscher Radfahrer für die MTB-Weltmeisterschaften in Saalfelden-Leogang (Österreich) nominiert. Nach Clarissa Mai, die 2015 als Deutsche Juniorenmeisterin bei der WM in Andorra für den SC Hausach die deutschen Farben vertreten durfte und Felix Klausmann (Deutscher Meister im Eliminator-Sprint), der 2019 bei der WM im belgischen Waregem ins Nationalteam berufen wurde, war der Oberwolfacher Stephan Mayer der dritte Athlet des SC Hausach / Team Tekfor Schmidt BikeShop, der bei Weltmeisterschaften für Deutschland an den Start gehen durfte.
Bei widrigen äußeren Umständen und aufgrund eines schlechte Startplatzes und Problemen mit der Kette konnte Stephan Mayer bei seinem Weltmeisterschaftsdebüt nicht sein wahres Leistungsvermögen abrufen.
Die Bedingungen bei den MTB-Weltmeisterschaften in Saalfelden-Leogang waren alles andere als leistungsfördernd. Nach mehrtägigem Dauerregen war die Strecke völlig aufgeweicht, matschig und ohne festen Untergrund. Es gab viele Stürze und die Athleten mussten ihr Arbeitsgerät öfter schieben, da ein Fahren an manchen Stellen kaum möglich war. Stephan Mayer hatte zudem noch das Handicap, aus den hinteren Startreihen das Rennen aufzunehmen. „Schon am ersten Trail musste ich mich hinten einreihen und hatte kaum Möglichkeiten zum Überholen“, berichtete Mayer. Außerdem hatte er auf dem sehr schwierigen Rundkurs mit über 200 Höhenmetern pro Runde ständig Probleme mit seiner Kette. „Ritzel und Schaltwerk waren vom Matsch völlig verschlammt und meine Kette fiel ständig vom Blatt. Ein zusätzliches Handicap auf der Strecke, die keine Möglichkeit zum Erholen bot, da es ständig entweder steil Berg an oder steil Berg ab ging“, haderte der Oberwolfacher über sein Missgeschick. „Ich war öfter am Kette wieder auflegen und am Schieben als am Fahren.“ Dennoch gab die Hausacher Nachwuchshoffnung nicht auf, gab alles und kämpfte sich bei seinem 1. Weltmeisterschaftsrennen als 57. ins Ziel, bei dem der Bund Deutscher Radfahrer mit Lennart Krayer jedoch einen Juniorenweltmeister feiern durfte. „Nicht mein Rennen. Nicht meine Strecke. Nicht mein Tag“, zog Mayer sein Fazit. Jetzt gilt es für den Juniorennationalfahrer nach vorne zu schauen. Nächste Woche finden in der Schweiz auf dem Militärgelände am Monte Tamaro, nördlich von Lugano, die Europameisterschaften statt. „Da werden die Karten wieder neu gemischt und ich bekomme eine neue Chance, mein Leistungsver-mögen zu zeigen“, blickt Mayer positiv auf die EM.