Hausacher MTB-Fahrer beim Sigma Bike Marathon stark

Swars Kern fährt als Dritter aufs Podest – Mutter und Sohn Rall im Pech – Felix Kopp überrascht mit einem starken Marathondebüt

Neustadt a.d.W. (Pfalz) war Austragungsort des 18. Sigma Bike Marathons. Mit einem Singeltrail-Anteil von etwa 60 % sowie wurzligen, steinigen und sandigen Passagen zählt diese Strecke zu den schönsten Marathonstrecken Europas und ist deshalb unter den Marathonfahrern besonders beliebt. Trotz tropischer Temperaturen von 36° C nahmen 500 Damen und Herren in verschiede-nen Klassen am Samstag die 27 km lange Kurzdistanz in Angriff. Vom SC Hausach / Team Tekfor Schmidt BikeShop fuhr der Oberacherner Swars Kern in der Klasse U 19 als Dritter aufs Podest. Der Schramberger Felix Kopp überrascht mit einem starken Marathondebüt.
Mutter Tanja und Sohn Espen Rall kämpften trotz Pechsträhne toll.
Aufgrund der Covid-19 Situation wurde die Sigma Bike Challenge unter strengen Hygienevor-schriften durchgeführt. Die Fahrer wurden in 10er Gruppen mit jeweils 1 min. Rückstand in Blö-cken auf die Strecke geschickt. Durch die zufällige Blockeinteilung und die zeitversetzten Starts war ein direktes Kräftemessen mit der Konkurrenz nur schwer möglich. In der Klasse U 19 hatten die Fahrer des SC Hausach / Team Tekfor Schmidt BikeShop  Swars Kern sowie Espen Rall und Felix Kopp (die beide noch der Klasse U 15 angehören) jedoch Losglück und durften aus dem ersten Startblock das Rennen gemeinsam aufnehmen. Der Oberacherner Swars Kern konnte sich gleich vom Start weg in einer dreiköpfigen Spitzengruppe vom Feld absetzen. Da die Strecke aber schlecht ausgeschildert und abgesteckt war, hat sich die Spitzengruppe in einem Trail verfahren und wertvolle Zeit verloren. „Als ich nach diesem Missgeschick durch eine Aufholjagd wieder Anschluss an die Spitze herstellen konnte, stürzte ich in einer scharfen Kurve und fiel wiederum zurück“, haderte Kern mit seinem Schicksal. „Am Ende konnte ich aber noch Platz 3 in meiner Altersklasse sichern“, freute sich Kern über seinen Erfolg. Espen Rall und Felix Kopp gingen als jüngste Teilnehmer an den Start und stellte sich erfahrenen und erwachsenen Athleten. Die U 15 Fahrer wurde zusammen mit den Fahrern der U 17 und U 19 gewertet. Felix Kopp, musste die letzte Hälfte bei seiner Marathonpremiere alleine bewältigen. „Ich konnte das Tempo der Gruppe nicht mehr halten und fuhr die letzten Kilometer wie ein Einzelzeitfahren. Mit einer Zeit von 1:28 h und Platz 17 bin ich extrem zufrieden und habe Lust, mal wieder bei einem Marathon anzutreten“, strahlte der Schramberger über seine tolle Marathonpremiere. Teamkamerad Espen Rall kam beim Start gut weg und konnte sich in der Spitzengruppe positionieren. Aufgrund eines Durchschlages fing sich Espen jedoch einen Platten ein. „Also absteigen, Schlauch wechseln und aufpumpen. Als dann auch noch die Pumpe abbrach, blieb mir nichts anderes mehr übrig, als zur Verpflegungsstation zu schieben und dort zu pumpen“. Als letzter ging der Laufener schließlich tapfer zurück auf die Strecke, auf der er noch einige Fahrer überholen und nach dieser tollen Aufholjagd noch als 22. über die Ziellinie fahren konnte. Auch seine Mutter Tanja klebte das Pech an den Pedalen. Auf Position zwei ihrer Altersklasse liegend wurde sie Opfer der schlechten Beschilderung. „Ich fuhr einen falschen Trail runter, mit dem Ergebnis, dass ich rund 3 km und 100 hm zusätzlich stemmen musste, was mich ca 15 Minuten kostete.“ Nach einigen Überholmanövern konnte sie sich wieder etwas an die Spitze annähern. Als Vierte schrammte die Laufenerin jedoch knapp an einem Podestplatz vorbei.